Der E-Bike-Akku: Lebensdauer und Pflege

Mit der Leistungsfähigkeit des Elektrorad- oder E-Bike-Akkus stehen oder fallen der Sinn und der Spaß bei der Benutzung eines Elektrofahrrades. Der Akku ist eines der teuersten Teile am Elektrorad und deshalb ist es wichtig, einiges über die E-Bike-Akku Lebensdauer und Pflege zu wissen und zu beachten.

 

Der neue Pedelec- bzw. E-Bike-Akku hat noch nicht seine volle Kapazität. Erst nach vier bis fünf Lade-Entlade-Zyklen erreicht er seine volle Speicherkapazität.
Beim Laden sollte der vom Hersteller angegebene Temperaturbereich eingehalten werden (evtl. Schatten suchen). Optimal sind Temperaturen von 10 bis 20°C.

 

Die beim Laden und Entladen ablaufenden elektrochemischen Vorgänge sind nicht zu 100% umkehrbar, sodass während der Akku-Lebensdauer die Leistungsfähigkeit nach und nach sinkt.
Die üblichen Angaben der Hersteller für die E-Bike-Akku Lebensdauer der aktuellen Lithium-Ionen-Akkus liegen zwischen 400 und 1000 Ladezyklen.

 

Besonders das vollständige Leer-Fahren vermindert die Lebensdauer des Akkus. Besser für ein langes Akku-Leben ist es, den Elektrorad-Akku immer wieder nur teilweise zu entladen und dann wieder aufzuladen.
Solche Teilentladungen wirken sich auch nur anteilig auf die Minderung der Lebensdauer aus. Drei Drittel-Entladungen entsprechen dem Verschleiß durch Nutzung der kompletten Akku-Ladung. Sie vermeiden jedoch die wesentlich stärkere Alterung durch völliges Entladen.

E-Bike einlagern

Benutzt man das Elektrorad längere Zeit nicht, sollte der vollgeladene Akku bei den o.g. Temperaturen gelagert werden und wegen der Selbstentladung spätestens nach jeweils einem Vierteljahr wieder aufgeladen werden.
Aber auch ungenutzt verschleißt der Akku und wird nach etwa fünf Jahren keine zufrieden stellende Kapazität mehr haben.

Ersatz-Akku

Ist ein neuer Elektrorad-Akku erforderlich, kann das nächste Problem auftreten, an das man schon beim Elektrorad- oder E-Bike-Kaufen denken sollte.
Akkus haben unterschiedliche elektrische und mechanische Daten, die beim Ersatz zu beachten sind. Bei einem hochwertigen Marken-Elektrorad wird die Aussicht einen passenden Ersatz-Akku zu erhalten vermutlich deutlich besser sein, als bei einem NoName-Modell, das schon beim Verkauf nicht mit aktueller Technik ausgestattet war.

 

Beim Elektrorad-Kauf einen zweiten Akku als Reserve mitzukaufen und einzulagern macht keinen Sinn wegen der o.g. Alterung auch im Ruhezustand.
Benutzt man ihn als zusätzliche zweite Energiequelle zum Austausch unterwegs für noch größere Reichweite oder intensivere Unterstützung ist er natürlich sinnvoll. Beide Akkus werden aber nach vergleichbarer Zeit stark an Kapazität verlieren.